Endlich! Kostenlose HPV-Impfung für Mädchen und Buben!

 

Die Impfungen im Rahmen des nationalen Impfprogramms in den Schulen werden so
organisiert, dass die HPV-Impfserie (1+1) noch im gleichen Schuljahr abgeschlossen werden kann. Somit ergibt sich, dass 2014 die erste Teilimpfung im Herbst in Schulen (4. Schulstufe) verabreicht wird. Die zweite Teilimpfung wird dann im Jahr 2015, sechs Monate nach der Erstimpfung in der gleichen Schulklasse (bedeutet im gleichen Schuljahr) verabreicht.


Zusätzlich wird die HPV-Impfung in unserer Ordination sowie an den öffentlichen Impfstellen der Bundesländer für Kinder ab dem vollendeten 9. Lebensjahr bis zum vollendeten 12. Lebensjahr kostenlos angeboten. Als Zeitpunkt für die Inanspruchnahme gilt der Zeitpunkt der ersten Teilimpfung. Auch Kinder der 4. Schulstufe können diese Impfung in den genannten Stellen in Anspruch nehmen.


Zusätzlich bieten die Gesundheitsämter der Stadt Wien für Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr Catch-Up Impfungen zum vergünstigten Selbstkostenpreis von je 50 € pro Impfung an. (2x50 €).


Humane Papillomaviren = HPV
sind weltweit verbreitet. Etwa 70% aller Frauen und Männer werden im Laufe ihres Lebens mit genitalen HPV infiziert.
Es sind mehr als hundertzwanzig HPV-Typen bekannt, von denen etwa vierzig die Schleimhaut des Popos und Geschlechtsbereiches sowie des Mund- und Rachenbereiches infizieren und vorwiegend sexuell übertragen werden. In den meisten Fällen heilt die Infektion innerhalb von ein bis zwei Jahren durch das Immunsystem spontan ab. Wenn eine Infektion mit onkogenen Viren bestehen bleibt, entsteht die Gefahr der Entwicklung von Krebsvorstufen und bösartigen Tumoren der Scheide und des Penis.
Bestimmte onkogene HPV-Typen sind die Hauptursache für Krebsvorstufen (prämaligne Veränderungen) und Krebserkrankungen des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom), der Vagina und des Anus.


Die wichtigsten onkogenen HPV-Typen 16 und 18, vor denen beide Impfstoffe schützen,
verursachen mehr als 70% aller Zervixkarzinome.
Weiters wird ein Teil der Karzinome der Vulva, des Penis und des Oropharynx durch HPV ausgelöst, in über 90% dieser Fälle durch HPV 16.


Zur Frühdiagnose von Gebärmutterhalskrebs werden im Rahmen der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen ein Abstrich des Gebärmutterhalses und eine Färbung nach Papanicolaou (PAP) - und bei verdächtigem Befund weitere Untersuchungen - durchgeführt.


In weiterer Folge werden in Österreich zirka 6.000 Konisationen (Operation am Gebärmutterhals) pro Jahr durchgeführt. Die Folgen der OP verdreifachen das Frühgeburtsrisiko und die Neugeborenensterblichkeit.
In Europa werden jährlich 33.500, in Österreich zirka 400 neue Fälle von Zervixkarzinom in Europa in etwa 15.000 bzw. in Österreich 130 bis 180 Todesfällen registriert.


Die HPV-Typen 6 und 11, die mit dem 4-fach Impfstoff abgedeckt sind, sind für über 90% aller Genitalwarzen (Kondylome) und für die juvenile respiratorische Papillomatose (Larynxpapillome = gutartiger Tumor im Kehlkopf) verantwortlich. Mehr als 1% der sexuell aktiven Personen leiden an Genitalwarzen, jeder 10. Mensch erkrankt im Verlauf des Lebens.


Durch die Implementierung des nationalen Impfprogramms bleibt die generelle Empfehlung, die gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen mit Krebsabstrich (PAP-Abstrich) und eventuell notwendige Behandlungen, auf jeden Fall bestehen. Die Impfung in den empfohlenen Abständen bietet zusätzliche Prävention. Die derzeitigen HPV-Impfstoffe schützen vor den gefährlichsten, aber nicht gegen alle onkogene HPV-Typen.


Quelle:
Impfplan Österreich 2014, Evidenz-basierte Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums
Erhältlich und einsehbar unter: http://www.bmg.gv.at/
Auf der Seite des Ministeriums: Im Suchfeld rechts oben „Impfplan“ eingeben

 

Gesund wachsen

Fachärzte für Kinder-

& Jugendheilkunde

Dr. Daniela Kasparek

Dr. Michael Sprung-Markes

 

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